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Mikrobiologie
Bakterien sind von blossem Auge nicht sichtbar. Es gibt jedoch Mittel
und Wege, sie zu erkennen. In der klassischen Mikrobiologie werden
die Mikroorganismen unter Bedingungen gezüchtet, welche für
die gesuchten Arten optimale Wachstumsbedingungen darstellen, für
die Begleitflora aber unwirtlich sind. Werden Lebensmittel auf die
entsprechenden Nährmedien aufgebracht, vermehren sich die Mikroorganismen
durch Teilung, bis jedes Bakterium nach einem Zeitraum von einem
bis mehreren Tagen eine von Auge sichtbare Anhäufung gleicher
Zellen gebildet hat. Diese sogenannten Kolonien werden ausgezählt
oder maschinell ausgewertet.
Die Abteilung Mikrobiologie untersucht meist leicht verderbliche
Waren aus dem Handel und aus dem Gastgewerbe auf Art und Menge der
enthaltenen Bakterien und Schimmel. Gegen ein Drittel der in den
letzten Jahren so geprüften Lebensmittel genügten den
lebensmittelrechtlichen Anforderungen nicht.
Genanalytik
Durch gezielte Veränderungen im Erbgut können Pflanzen
und Mikroorganismen mit spezifischen Eigenschaften ausgestattet
werden. So können beispielsweise die Resistenz gegen bestimmte
Schädlingsbekämpfungsmittel, das Aussehen (verkürzte
Halme) oder die Produktion von hohen Konzentrationen an Vitaminen
gentechnisch "programmiert" werden. Auf diese Art hergestellte
Lebensmittel benötigen eine Bewilligung des Bundesamtes für
Gesundheit und müssen mit dem Hinweis auf die gentechnisch
veränderten Rohprodukte (GVO) versehen werden.
Gentechnisch veränderte Lebensmittel können durch die
Analyse des Genmaterials aufgespürt werden. Man bedient sich
dabei der Polymerase Ketten Reaktion (PCR), welche die gesuchten
(veränderten) Abschnitte der Erbsubstanz vermehrt, so dass
sie nachher isoliert, aufgetrennt und sichtbar gemacht werden können.
Bis anhin sind kaum genetisch veränderte Lebensmittel, auch
nicht in Spuren, gefunden worden. Dies ist sicher nicht zuletzt
den rigorosen Kontrollen der Kantonalen Laboratorien zu verdanken.
Im nächsten Kapitel behandeln wir die chemischen
und physikalischen Analysen.
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Vorbereitung von Nährböden in der Abteilung Mikrobiologie |
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Brutschrank (37°) mit Nährböden |
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Gel zur Trennung von DNA-Fragmenten |
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Getrennte DNA-Fragmente, sichbar gemacht mit UV-Licht |
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