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Portrait > Rundgang 2/10

 






Mikrobiologie und Genanalytik

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Mikrobiologie
Bakterien sind von blossem Auge nicht sichtbar. Es gibt jedoch Mittel und Wege, sie zu erkennen. In der klassischen Mikrobiologie werden die Mikroorganismen unter Bedingungen gezüchtet, welche für die gesuchten Arten optimale Wachstumsbedingungen darstellen, für die Begleitflora aber unwirtlich sind. Werden Lebensmittel auf die entsprechenden Nährmedien aufgebracht, vermehren sich die Mikroorganismen durch Teilung, bis jedes Bakterium nach einem Zeitraum von einem bis mehreren Tagen eine von Auge sichtbare Anhäufung gleicher Zellen gebildet hat. Diese sogenannten Kolonien werden ausgezählt oder maschinell ausgewertet.
Die Abteilung Mikrobiologie untersucht meist leicht verderbliche Waren aus dem Handel und aus dem Gastgewerbe auf Art und Menge der enthaltenen Bakterien und Schimmel. Gegen ein Drittel der in den letzten Jahren so geprüften Lebensmittel genügten den lebensmittelrechtlichen Anforderungen nicht.

Genanalytik
Durch gezielte Veränderungen im Erbgut können Pflanzen und Mikroorganismen mit spezifischen Eigenschaften ausgestattet werden. So können beispielsweise die Resistenz gegen bestimmte Schädlingsbekämpfungsmittel, das Aussehen (verkürzte Halme) oder die Produktion von hohen Konzentrationen an Vitaminen gentechnisch "programmiert" werden. Auf diese Art hergestellte Lebensmittel benötigen eine Bewilligung des Bundesamtes für Gesundheit und müssen mit dem Hinweis auf die gentechnisch veränderten Rohprodukte (GVO) versehen werden.
Gentechnisch veränderte Lebensmittel können durch die Analyse des Genmaterials aufgespürt werden. Man bedient sich dabei der Polymerase Ketten Reaktion (PCR), welche die gesuchten (veränderten) Abschnitte der Erbsubstanz vermehrt, so dass sie nachher isoliert, aufgetrennt und sichtbar gemacht werden können. Bis anhin sind kaum genetisch veränderte Lebensmittel, auch nicht in Spuren, gefunden worden. Dies ist sicher nicht zuletzt den rigorosen Kontrollen der Kantonalen Laboratorien zu verdanken.

Im nächsten Kapitel behandeln wir die chemischen und physikalischen Analysen.
 


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Vorbereitung von Nährböden in der Abteilung Mikrobiologie

Brutschrank (37°) mit Nährböden

Gel zur Trennung von DNA-Fragmenten

Getrennte DNA-Fragmente, sichbar gemacht mit UV-Licht


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