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Portrait > Rundgang 3/10

 






Chemische und physikalische Messungen 1/3

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Nährwertanalytik
In vielen Fällen kann bereits eine Analyse mit relativ groben Mitteln darüber Auskunft geben, ob ein Lebensmittel wirklich dem entspricht, was auf der Packung angepriesen wird. Eine einfache Messung des Fettgehalts gibt zum Beispiel Auskunft darüber, ob ein Käse wirklich vollfett ist, wie es beispielsweise ein Emmentaler sein muss, oder ob zu stark entrahmte Milch verwendet wurde. Das Verhältnis von Eiweiss- und Wassergehalt zeigt, ob einem Schinken zu viel Lake (Salz/Wasser-Gemisch) eingespritzt worden ist, d.h. ob der Metzger nur Fleisch oder auch zugesetztes Wasser verkauft. Solche Analysen werden auf einer weitgehend automatisierten Analysenstrasse durchgeführt. Auf diese Weise werden u.a die Nährwertangaben auf den Packungen überprüft.


Verunreinigungen
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln bergen heute ein kleineres Gesundheitsrisiko als noch vor einigen Jahren. Schwer abbaubare chlorierte Pestizide wie z.B. DDT und Dieldrin und toxikologisch besonders bedenkliche Organophosposphate (Nervengifte!) sind durch moderne Pestizide ersetzt worden. Die heute zugelassenen Pflanzenschutzmittel sind viel genauer dosierbar, besser abbaubar und toxikologisch nach jetzigem Wissensstand weit weniger bedenklich. Die Zielorganismen werden damit viel spezifischer bekämpft. Der Einsatz von Pestiziden ist jedoch nicht grundsätzlich unbedenklich. Es bleiben Fragen toxikologischer (Abbauprodukte?) und auch ökologischer Art, die weiterhin grosse Beachtung verdienen.
Rückstände von Tierarzneimitteln stehen zur Zeit im Zentrum der Rückstandskontrolle. Besonders kritisch müssen Antibiotika-Einsätze in der Tiermast unter dem Gesichtspunkt möglicher Resistenzentwicklungen betrachtet werden. Die Kontrolle derartiger Substanzen in den Lebensmitteln ist daher sehr wichtig. Neben Schlachttieren und Fleischerzeugnissen wird vor allem die Milch und in jüngster Zeit auch der Honig auf Verunreinigungen mit Arzneimittelrückständen überwacht.


Technische Verunreinigungen

Technische Verunreinigungen gelangen meist ungewollt in die Lebensmittel. Sie stammen oft aus dem Verarbeitungsprozess. Der Einsatz von Schmiermitteln bei der Lebensmittelproduktion kann zu erheblichen Verunreinigungen führen. Verunreinigungen mit derartigen Stoffen wurden in den letzten Jahren wiederholt beobachtet. Besondere Aufmerksamkeit verlangen Bestandteile von Verpackungsmaterialien aus Kunststoff aber auch aus Papier oder Karton, die in das Lebensmittel migrieren können. Viele dieser Produkte aus den Kunststoffverpackungen sind toxikologisch noch nicht genügend erforscht. Die Anforderungen an Verpackungsmaterialien sind noch nicht detailliert und konsequent geregelt. Bis vor kurzem waren sogar ganze Kategorien von Kunststoffen, so beispielsweise die Beschichtungen von Konservendosen von den gesetzlichen Regelungen in der EU explizit ausgenommen.


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Eiweissbestimmung durch Verbrennung des Lebensmittels.


Probenfläschchen mit Gemüseextrakten.


Extrakte im Analysensystem.



Analysensysteme sind oft komplex.


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