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Nährwertanalytik
In vielen Fällen kann bereits eine Analyse mit relativ groben
Mitteln darüber Auskunft geben, ob ein Lebensmittel wirklich
dem entspricht, was auf der Packung angepriesen wird. Eine einfache
Messung des Fettgehalts gibt zum Beispiel Auskunft darüber,
ob ein Käse wirklich vollfett ist, wie es beispielsweise ein
Emmentaler sein muss, oder ob zu stark entrahmte Milch verwendet
wurde. Das Verhältnis von Eiweiss- und Wassergehalt zeigt,
ob einem Schinken zu viel Lake (Salz/Wasser-Gemisch) eingespritzt
worden ist, d.h. ob der Metzger nur Fleisch oder auch zugesetztes
Wasser verkauft. Solche Analysen werden auf einer weitgehend automatisierten
Analysenstrasse durchgeführt. Auf diese Weise werden u.a die
Nährwertangaben auf den Packungen überprüft.
Verunreinigungen
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln bergen heute
ein kleineres Gesundheitsrisiko als noch vor einigen Jahren. Schwer
abbaubare chlorierte Pestizide wie z.B. DDT und Dieldrin und toxikologisch
besonders bedenkliche Organophosposphate (Nervengifte!) sind durch
moderne Pestizide ersetzt worden. Die heute zugelassenen Pflanzenschutzmittel
sind viel genauer dosierbar, besser abbaubar und toxikologisch nach
jetzigem Wissensstand weit weniger bedenklich. Die Zielorganismen
werden damit viel spezifischer bekämpft. Der Einsatz von Pestiziden
ist jedoch nicht grundsätzlich unbedenklich. Es bleiben Fragen
toxikologischer (Abbauprodukte?) und auch ökologischer Art,
die weiterhin grosse Beachtung verdienen.
Rückstände von Tierarzneimitteln stehen zur Zeit im Zentrum
der Rückstandskontrolle. Besonders kritisch müssen Antibiotika-Einsätze
in der Tiermast unter dem Gesichtspunkt möglicher Resistenzentwicklungen
betrachtet werden. Die Kontrolle derartiger Substanzen in den Lebensmitteln
ist daher sehr wichtig. Neben Schlachttieren und Fleischerzeugnissen
wird vor allem die Milch und in jüngster Zeit auch der Honig
auf Verunreinigungen mit Arzneimittelrückständen überwacht.
Technische Verunreinigungen
Technische Verunreinigungen gelangen meist ungewollt in die Lebensmittel.
Sie stammen oft aus dem Verarbeitungsprozess. Der Einsatz von Schmiermitteln
bei der Lebensmittelproduktion kann zu erheblichen Verunreinigungen
führen. Verunreinigungen mit derartigen Stoffen wurden in den
letzten Jahren wiederholt beobachtet. Besondere Aufmerksamkeit verlangen
Bestandteile von Verpackungsmaterialien aus Kunststoff aber auch
aus Papier oder Karton, die in das Lebensmittel migrieren können.
Viele dieser Produkte aus den Kunststoffverpackungen sind toxikologisch
noch nicht genügend erforscht. Die Anforderungen an Verpackungsmaterialien
sind noch nicht detailliert und konsequent geregelt. Bis vor kurzem
waren sogar ganze Kategorien von Kunststoffen, so beispielsweise
die Beschichtungen von Konservendosen von den gesetzlichen Regelungen
in der EU explizit ausgenommen. |
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Eiweissbestimmung durch Verbrennung des Lebensmittels.
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Probenfläschchen mit Gemüseextrakten. |
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Extrakte im Analysensystem.
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Analysensysteme sind oft komplex. |
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